Unser Ansatz zum Umgang mit illegalen Drogen und unsere Unterstützung von Communitys angesichts der Opioid-Epidemie

AKTUALISIERT 15.10.2024
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Die Opioid-Epidemie, insbesondere der zunehmende Fentanyl-Konsum, hat Auswirkungen auf Familien auf der ganzen Welt, oft mit tragischen Folgen, und ist zu einem ernsten Problem der öffentlichen Gesundheit geworden. Die Bekämpfung des Onlinehandels mit Drogen und illegalen Substanzen und die Unterstützung der Betroffenen ist eine Aufgabe, die nicht von einer einzelnen Plattform allein bewältigt werden kann. Zudem sind Kriminelle und Übeltäter*innen Teil des Problems. Wir alle – angefangen von Regierungen über Gesundheitssysteme und Strafverfolgungsbehörden bis hin zu Technologieunternehmen – müssen weiterhin gemeinsam dazu beitragen, diese anhaltende Herausforderung zu bewältigen. Wir bei Meta sind uns der Bedeutung der Drogenkrise bewusst und setzen uns dafür ein, unsere Plattformen zu nutzen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und durch unsere Partnerschaften mit anderen führenden Organisationen und die Durchsetzung unserer Gemeinschaftsstandards positive Veränderungen zu bewirken.
Der Kauf und Verkauf von Drogen ist auf unseren Plattformen strikt untersagt, und wir haben strenge Maßnahmen eingerichtet, um entsprechende Inhalte zu erkennen und zu entfernen. Im Rahmen unserer kontinuierlichen Bemühungen, diese Inhalte von der Plattform fernzuhalten, suchen wir regelmäßig nach Möglichkeiten, unsere Durchsetzung zu aktualisieren und zu verbessern, wenn wir von neuen Signalen und Trends erfahren. Wir möchten auf diese Weise unsere Fähigkeit verbessern, Inhalte aufzuspüren, die gegen unsere Regeln verstoßen, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden. Es gibt keine exakte wissenschaftliche Methode dafür, und wir entwickeln unseren Ansatz ständig weiter. Wenn wir zu breit gefächert vorgehen, riskieren wir, Menschen daran zu hindern, lokale Ressourcen für Genesung und Unterstützung zu entdecken, sperren harmlose Konten, die zufällig mit dem Thema verbundene Begriffe enthalten, oder legitime Interessengruppen, verhindern politische Diskurse oder blockieren sogar Informationen zur Popkultur. Böswillige Nutzer*innen jedoch werden weiterhin Wege finden, unseren Bemühungen, sie aufzuspüren, zu entgehen und eine Strafverfolgung zu vermeiden. Deshalb sollten wir, wenn es um die Schäden durch illegale Drogen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft geht, lieber zu viele als zu wenige Inhalte entfernen. Das heißt, dass wir manchmal versehentlich harmlose Inhalte entfernen. Wenn dies geschieht und wir darauf aufmerksam werden, werden wir schnell handeln, um diesen Fehler zu beheben und die Inhalte wiederherzustellen.
Stärkere Sensibilisierung durch Zusammenarbeit mit Expert*innen
Zwei wichtige Maßnahmen im Umgang mit den Gefahren des Drogenmissbrauchs sind Sensibilisierung und Aufklärung. Wir fördern deshalb auch zukünftig Organisationen, die in diesem Bereich aktiv sind, um die Öffentlichkeit über potenzielle Schäden des Drogenkonsums aufzuklären, Stigmatisierungen abzubauen und Ressourcen im Zusammenhang mit Suchtbehandlung und Genesung bereitzustellen. Einige aktuelle Beispiele:
  • Song For Charlie ist eine familiengeführte gemeinnützige Organisation, die überregional aktiv ist und es sich zur Aufgabe gemacht hat, über gefälschte verschreibungspflichtige Medikamente aufzuklären. Wir unterstützen Song For Charlie, um die Reichweite der Organisation mit ihrem Online-Hub mit Informationen und Ressourcen für Eltern und Familien in Kalifornien rund um das Thema Fentanyl zu erhöhen. Diese Kampagne wurde mit finanzieller Unterstützung des kalifornischen Gesundheitsministeriums (California Department of Health Care Services, DHCS) ins Leben gerufen.
  • Der Ad Council macht mit seiner Kampagne Drop the F-Bomb (etwa: Über die Gefahren von Fentanyl sprechen) immer wieder auf die Verbreitung und Risiken von Fentanyl aufmerksam. Wir haben den Ad Council bei der Gestaltung dieser Kampagne unterstützt. Sie liefert beispielsweise grundlegende Informationen für Eltern zu Fentanyl sowie Leitfäden, die helfen, Familienangehörige über die Gefahren von Fentanyl aufzuklären. Nach Angaben des Ad Councils erreichte die Kampagne im Jahr 2023 fast 8 Millionen Eltern auf unseren Plattformen. Außerdem haben wir den Ad Council und das Office of National Drug Control Policy (ONDCP) des Weißen Hauses bei der Kampagne „Real Deal on Fentanyl“ unterstützt, um auf die lebensrettende Wirkung von Naloxon im Fall einer Überdosis aufmerksam zu machen. Dank der Unterstützung durch Meta wurde die Kampagne 27 Millionen Mal aufgerufen und erreichte 1,6 Millionen Menschen über 18 Jahren.
  • Mobilize Recovery ist eine Organisation, die lokale Führungspersönlichkeiten zusammenbringt, um gemeinschaftliches Engagement für Menschen im Genesungsprozess, Familienmitglieder und Personen zu organisieren, die diese Suchtbehandlung und Genesung unterstützen. Im Jahr 2023 war Meta Mitveranstalter des „Mobilize Recovery DC“ – ein Event in Washington, D.C., das mehr als 600 Menschen aus dem ganzen Land zusammenbrachte, darunter Personen, die von ihrer Sucht weggekommen und genesen sind, Familien, Interessenvertreter*innen und politische Entscheidungsträger*innen, die sich dafür einsetzen, engagiert den Kampf gegen die Opioidkrise anzutreten, Drogenmissbrauch zu verhindern und den Genesungsprozess betroffener Personen zu unterstützen. Wir werden diese Partnerschaft auch im Jahr 2024 fortsetzen.
  • Wir sind Mitglied des Center for Safe Internet Pharmacies und unterstützen diese Institution beim DEA Prescription Drug Takeback Day (Nationaler Rücknahmetag für verschreibungspflichtige Medikamente der US-Bundesbehörde DEA (Drug Enforcement Administration)), indem wir den Menschen helfen, die nächstgelegenen Abgabestellen zu finden.
  • Wir arbeiten mit der Partnership to End Addiction zusammen, einer führenden gemeinnützigen Organisation, die sich dafür einsetzt, dass sich der Umgang mit dem Thema Sucht in den USA ändert, indem die NGO Aufklärungskampagnen für Eltern, Erziehungsberechtigte und junge Menschen durchführt, deren Schwerpunkte auf Prävention und Rehabilitation liegen. Nach Angaben von Partnership to End Addiction hat unsere Kampagne allein im zweiten Halbjahr 2023 mehr als 10 Millionen Menschen auf unseren Plattformen erreicht – mit Informationen in englischer und spanischer Sprache zum Thema Suchtprävention und -bekämpfung. Außerdem konnten 35.000 Menschen auf die Tools aufmerksam gemacht werden, die die Organisation zur Risikobewertung bereitstellt und die Familienmitgliedern dabei helfen, mögliche Risikofaktoren ihrer Angehörigen zu erkennen und ihnen individuelle Anleitungen zum Umgang mit diesen Risiken zu geben.
  • Im Jahr 2023 haben wir gemeinsam mit der britischen Wohltätigkeitsorganisation With You, die sich mit den Themen Drogen, Alkohol und psychische Gesundheit befasst, und dem Creator Chunkz eine Kampagne durchgeführt, um dafür zu sensibilisieren, wie man Drogen und Inhalte zum Thema Drogenhandel auf Instagram meldet und wie junge Menschen Unterstützung erhalten können, wenn sie von Drogenproblemen betroffen sind.
Mit Technologien leichter Hilfe finden und unerwünschte Inhalte schneller entfernen
Wir wissen, wie wichtig es ist, den Menschen – vor allem denjenigen, die persönlich von diesem Problem betroffen sind –, einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie sich frei fühlen können, um über die Gefahren von Drogen und Strategien zur Überwindung der Sucht zu sprechen. Deshalb bieten wir Menschen die Möglichkeit, über ihren eigenen Genesungsprozess oder die Genesung eines*einer Angehörigen zu sprechen, um für das Thema zu sensibilisieren, Aufklärung zu betreiben und Ressourcen bereitzustellen, die helfen können. Auf unseren Plattformen kommen Menschen über Produkte wie Facebook-Gruppen und Instagram-Hashtags zusammen und bieten wichtigen Support an – dazu zählen beispielsweise Communitys für Menschen, die eine*n Angehörige*n bei der Genesung unterstützen, Gesundheitsexpert*innen, die Behandlungsinformationen austauschen, oder Organisationen, die das Stigma bekämpfen, das viele davon abhält, Hilfe zu suchen.
Wir setzen uns dafür ein, dass wichtige Ressourcen rund um das Thema Suchthilfe/-behandlung leichter zu finden sind. Wenn Menschen auf Facebook und Instagram nach bestimmten Begriffen im Zusammenhang mit illegalen Drogen suchen, leiten wir sie an die National Helpline der Substance Abuse and Mental Health Services Administration (eine Behörde des US-Gesundheitsministeriums für die Förderung der Gesundheit von Menschen mit Suchterkrankungen und psychischen Störungen in den USA, SAMHSA) und andere Ressourcen auf der ganzen Welt für kostenlose und vertrauliche Behandlung und Aufklärung weiter. In Zusammenarbeit mit der Partnership for Drug-Free Kids (einer Organisation, die das Ziel hat, den Missbrauch illegaler Drogen zu verhindern) haben wir die SAMHSA-Helpline über den Messenger zugänglich gemacht, wodurch in diesem Jahr mehr als tausend betroffene Familien Unterstützung erhalten konnten. Wir arbeiten mit Partnership to End Addiction und Song For Charlie zusammen, um globale Ressourcen zur Prävention von und Unterstützung bei Drogenmissbrauch zu entwickeln.
Wir arbeiten aktiv mit anderen Technologieunternehmen zusammen, um Informationen auszutauschen und böswillige Akteur*innen daran zu hindern, online Schaden anzurichten. Wir kooperieren beispielsweise mit Snap, um Muster und Anzeichen für Inhalte und Aktivitäten zu erkennen, die im Zusammenhang mit illegalen Drogen bzw. Medikamenten stehen. Im Rahmen dieses Partnerprojekts konnten wir innovative Lösungen finden, um Inhalte im Zusammenhang mit illegalen Drogen in großem Umfang auf unserer Plattform zu erkennen und diese Signale routinemäßig an Snap weiterzuleiten. Dadurch haben wir die Möglichkeit, Inhalte auf allen Plattformen unabhängig zu bewerten und zu entfernen, sofern sie gegen unsere Standards zu Drogen verstoßen. Das stärkt auch unsere Fähigkeit, diese Art von Inhalten zu finden und von unseren Plattformen zu entfernen. Wir hoffen, dass wir im Rahmen der Weiterentwicklung des Programms weitere Unternehmen einbeziehen können, damit wir gemeinsam zum Schutz der Menschen beitragen und dieses wichtige Problem angehen können.
Wir haben uns auch der US-Regierung, dem UN Office on Drugs and Crime (Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung) und anderen Technologieunternehmen wie Snap und X angeschlossen, um die Alliance to Prevent Drug Harms zu gründen, ein branchenübergreifendes Bündnis zur Verhinderung des Missbrauchs digitaler Plattformen für illegale oder schädliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem nichtmedizinischen Gebrauch synthetischer Drogen wie Fentanyl. Die Allianz, die am 11. Juli 2024 offiziell gestartet wurde, setzt sich dafür ein, diese Aktivitäten online zu unterbinden und das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren und Gesundheitsrisiken durch den Missbrauch synthetischer Drogen zu stärken.
Parallel zur Zusammenarbeit mit anderen Technologieunternehmen haben wir Technologien entwickelt, um schädliche Inhalte und böswillige Nutzer*innen auf unseren Plattformen zu finden und zu entfernen:
  • Erkennung und Entfernung von Inhalten im Zusammenhang mit illegalen Drogen und damit verbundenen Produkten: Wir verbieten Inhalte, die für den Kauf und Verkauf von illegalen Drogen werben, und entfernen sie, sobald wir sie finden. Das gilt auch für Anzeigen, organische Inhalte und Commerce-Lösungen. Außerdem ist es kriminellen Organisationen nicht erlaubt, Facebook und Instagram zu nutzen, und wir entfernen diese Organisationen von unseren Plattformen, wenn wir sie identifizieren. Unsere Technologie ist in der Lage, Inhalte zu erkennen, die Bilder von Drogen enthalten, und wir suchen nach Darstellungen, die auf eine mögliche Verkaufsabsicht hindeuten. Durch den Einsatz von Technologie zur Erkennung dieser Art von Content kann unser Team seine Expertise nutzen, um stattdessen Konten, Seiten, Gruppen, Emojis und Hashtags zu untersuchen und in Zusammenarbeit mit Expert*innen die nächsten Trends zu erkennen.
    Wir blockieren und filtern Hunderte von Begriffen, die mit dem Verkauf illegaler Drogen in Verbindung stehen. Die meisten Menschen finden diese Inhalte, indem sie direkt danach suchen. Wenn Menschen auf Facebook und Instagram nach drogenbezogenen Suchbegriffen und Hashtags suchen, die wir identifiziert haben, darunter Informationen zu Opioiden, wird ein Pop-up-Fenster eingeblendet, das sie auf die National Helpline von SAMHSA und andere Ressourcen verweist, wo eine kostenlose und vertrauliche Behandlung und Aufklärung angeboten wird.
    Auch zukünftig werden wir gegen all diejenigen vorgehen, die unsere Plattformen nutzen, um den Verkauf illegaler Drogen zu organisieren. Wir entwickeln unsere Methoden ständig weiter, um Inhalte zu erkennen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, und sie zu entfernen, bevor andere sie sehen oder melden können.
  • Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden: Wir reagieren routinemäßig auf rechtliche Anfragen und arbeiten eng mit Strafverfolgungsbehörden, Rettungsdiensten und Notfallhelfer*innen zusammen, um die Sicherheit der Menschen auf unseren Plattformen zu gewährleisten. Wenn wir eine glaubwürdige Bedrohung feststellen, wenden wir uns proaktiv gemäß unseren Nutzungsbedingungen und in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht an die Strafverfolgungsbehörden. Zudem arbeiten wir proaktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Verkauf und die Verbreitung von illegalen Drogen zu bekämpfen.
  • Aktualisierung unserer Richtlinien: Wir haben unsere Richtlinie für eingeschränkte Waren und Dienstleistungen in den Gemeinschaftsstandards aktualisiert, um das seit Langem bestehende Verbot des Verkaufs oder Kaufs von gefährlichen nicht für medizinische Zwecke eingesetzten Drogen auf unseren Plattformen besser zu erklären. Die Definition von nicht für medizinische Zwecke eingesetzten Drogen umfasst jetzt auch chemische Grundstoffe, die zur Herstellung von gefährlichen Drogen wie Fentanyl verwendet werden können. Außerdem haben wir der Richtlinie einen neuen Abschnitt hinzugefügt, in dem es um den Verkauf von hochriskanten Drogen geht, darunter Fentanyl, Kokain und Heroin. Ein Verstoß dieser Art gegen unsere Richtlinie führt zur Deaktivierung des Kontos. Für Werbeanzeigen verlangen wir eine Zertifizierung für Suchtbehandlungsdienste, die auf unseren Plattformen werben möchten.
Unsere Grundsätze
Wir werden weiterhin in Technologien investieren, um den Verkauf illegaler Drogen auf unseren Plattformen zu unterbinden, über die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufzuklären und den Menschen Hilfe und Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Vor allem werden wir weiterhin eng mit Regierungen und Strafverfolgungsbehörden, Organisationen, Gesundheitsexpert*innen, Forscher*innen und Mitstreiter*innen aus anderen Tech-Unternehmen zusammenarbeiten, um unseren Teil zur Lösung dieser Probleme beizutragen. Denn wenn wir diese Ziele gemeinsam verfolgen, sind wir noch besser in der Lage, auf diese Krise zu reagieren.